COSTA RICA TRAVEL DIARY – MEINE ANTWORTEN

Einen Monat bin ich zusammen mit Laura durch Costa Rica gereist. Warum es meine zweite Heimat ist und was wir dort wirklich gemacht haben… ich erzähl’s euch jetzt. Ihr habt mir auf Instagram viele Fragen gestellt, die ich euch ehrlich beantworte.

Wie sind die Costaricaner?

Sehr sehr herzlich und liebenswürdig. Sie leben ihr Lebensmotto „Pura Vida“ – das pure Leben. Ich liebe diese Lebensphilosophie und trage sie ja genauso in meinem Herzen – egal wo ich bin. Das Leben geniessen, tanzen, lachen, leben.
Ich habe dort ja 2012-2013, im Alter von 16-17, in einer eher ruralen Gegend bei einer Gastfamilie gelebt. Sie hatten wenig und haben deswegen auf die Finanzen geachtet, aber waren total herzlich und wie eine zweite Familie für mich. Vor allem meine Gastschwester damals, mit der ich mir ein Bett geteilt habe, ist meine wahre Schwester geworden. 2015 bin ich zurückgekehrt und habe dort erneut gelebt, dieses Mal jedoch unabhängig und frei…

Kann man dort als Reisende gut Arbeit finden? „Work & Travel“?

…Womit wir auch schon zur nächsten Frage kommen. Ich hatte nicht mehr als mein Flugticket und meinen kleinen Koffer (den ich übrigens immer einem Backpack vorziehe). Kam an, eine Freundin (Costaricanerin) hat mich abgeholt und zur Busstation in San José gebracht (die aber vom Flughafen aus auch leicht mit dem Bus zu erreichen ist) und ich habe den Bus an die Küste genommen. Der nächstgelegenste Strand ist Jacó, jedoch ist das ein Party-Ort, der mir mit meinem heutigen Bewusstsein nicht mehr zusagt. Dort gibt es aber ein vegan-freundliches, wunderbares Restaurant mit dem Namen „Green Room Café“. Große Empfehlung mit Live-Musik.

Wie bewegt man sich am besten fort?

Öffentliche Verkehrsmittel, sprich Busse, aber auch Uber oder ein eigenes Auto (mietbar am Flughafen) machen Sinn. Auf eurer Reise durch Costa Rica werdet ihr sicherlich auch mal in Jacó Halt machen, da man von dort aus mit dem Boot ($10) super nach Montezuma übersetzen kann. Wodurch wir auch schon zu dem Ort kommen, dessen Koordinaten auf meiner Kette verewigt sind.

Deine Lieblingsorte?

Montezuma, der Ort auf meiner Kette, zählt definitiv dazu. Idyllisch, verschlafen, aber einzigartig. Hier kann man abschalten, an einem der unzähligen kleinen Strände, die von Steinen umgeben sind, nackt schwimmen gehen, lesen, abends Livemusik hören.

Von dort aus kommt man einfach nach Santa Teresa. Santa Teresa ist definitiv ein Touristen-Ziel, aber das stört nicht. Ich liebe es. Hier sind die Hippies, viele Argentinier, Italiener, Israelis. Vor allem Surfer. Die Wellen sind hoch und das macht es nicht zum Badeparadies, aber es ist derSurfspot. Das ist der Ort, an dem wir das beste Essen gegessen haben – besonders in veganen Cafés.

Außerdem auf der Nicola-Halbinsel gelegen ist Manuel Antonio, ein Strandort, an dem ich schon häufig wegen seines tollen Nationalparks war. Dort sind viele Touristen, aber ein kleiner Stopp lohnt sich auch.

Weiter die West- (Pazifik-)küste hoch in Guanacaste liegen Strandorte, die ich liebe: Sámara, Tamarindo, Playa del Coco und Playa Hermosa.

Und Monteverde. Wo fang ich an? Nach der Reise hoch die Küste könnt ihr super hier Halt machen. Eure Pulli rausholen und die unzähligen „Hanging Bridges“ begehen und tief in die Natur schauen. Oh, ich habe noch nie so meditiert wie im Regenwald in Monteverde.

Was für landestypische, exotische Nahrung habt ihr gegessen?

Das beste beste landestypische Essen findet man in „Sodas“. Das sind die lokalen Restaurants, in denen ein typisches Casado oder Gallo Pinto (beides vegan möglich) 2.500-4.000, also umgerechnet 3-6€, kostet. Das ist mein liebstes Essen und ich brauch eigentlich kaum mehr. Ich liebe es in anderen Ländern einfach die lokale Küche auszuprobieren – bzw. endlich wieder zu haben, ich hab es so vermisst. Plátanos (Kochbananen) aller Art, frijoles (Bohnen), Reis, Pico de Gallo und all die Früchte.

An Früchten: Costa-ricanische Papaya (meine Lieblingsfrucht) ist die beste, die ich je gegessen habe, Guanabana, Cas (isst man dort mit Salz), Pejibaye – und Bananen und Ananas schmecken dort auch ganz anders.

Welche waren die schönsten Momente in Costa Rica? Was für Menschen seid ihr begegnet?

Die ersten beiden Wochen unserer Reise durch Costa Rica sind kaum in Worte zu fassen. Die Reise war kein Urlaub für uns, sondern eine Reise der Persönlichkeitsentwicklung und ein Ausblick auf alles, was kommt. Auf dieser Reise habe ich meine Fantasie und meine Selbstakzeptanz und -liebe noch mehr vertieft und verinnerlicht, indem ich meinen Körper bewegt habe, wie es sich im Moment richtig angefühlt hat, genau so gehandelt habe, wie es sich im Moment richtig angefühlt hat, und mich selbst von jeglicher äußeren Erwartungshaltung, Labeln und und Rollen losgerissen habe. Frei war. Und immer noch bin.
Auf dem Envisionfestival hat alles begonnen. Dort konnten Laura genau so weird und frei sein, wie wir sind, und Menschen aus allen Ländern und Altern waren eins.

Danach ging es weiter in den Dschungel, auf ein kaum erforschtes Stück Land in Costa Rica, am Rande eines Nationalparks. Harlow, den Besitzer dieses Stück Landes, der dort einen Tempel aus umliegenden Materialien komplett selbst gebaut hat und auch eine Brücke über den Fluss, um diesen Tempel zu erreichen, hatten wir am Vorabend, dem letzten Abend des Festivals, kennengelernt und spontan zugesagt, als er uns vorschlug, für eine Woche dort zu zelten. Der Tempel war offen und zu ihm zählte eine wunderschöne Terrasse, die im Laufe unserer Zeit dort zu meinem persönlichen Tanzort wurde. Dort habe ich meinen Körper so intuitiv wie noch nie bewegt (mehr in den Storyhighlights), bin oft danach zum Fluss runtergelaufen, dem dritt saubersten Fluss in Zentralamerika, nichts mit mir, nur mich. Habe das Wasser an jedem Zentimeter meiner Haut gespürt und alles aufgesaugt. Zurück im Tempel saß ich oft dort vor der Yogaschaukel am Rand, habe in den Dschungel rausgeschaut und über unsere Welt nachgedacht. Dann Soul und ein paar Oldies aufgelegt und mein Herz zu Let It Be rausgesungen. Mein Herz rausgetanzt.

Honor House

Morgens haben wir alle zusammen Frühstück aus Früchten und Avocados von den Bäumen gemacht, mittags und abends bei Tamara, Harlows Schwester, die hundert Meter weiter das einzige andere Stück Land gekauft hat, vegan aus Zutaten aus ihrem eigenen Garten gegessen. Haben frei gelebt. Intuitiv. Hatten Kühe direkt vor dem Zelt. Sind zum nächstgelegenen Wasserfall hochgewandert. Habe mich fallen lassen. Buchstäblich. Ich habe so viel in Costa Rica gelernt, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Aber ich hoffe, dass meine Worte Dir einen Einblick geben. Und 2020 wirst Du es selbst miterleben können, auf Lauras und meinem Retreat, an diesem magischen Ort, mit uns.

Nach unseren ersten beiden Wochen Off-The-Grid, d.h. unabhängig vom System, ernährt von allem was um uns wächst, im Zelt, haben wir Locations gewechselt und sind ins wunderschönste Haus Nähe Dominical, was auf AirBnB existiert, gefahren. Über den Link erhältst Du 25€ auf deine nächste Reise, wenn Du Lust hast. Dort bin ich nur nackt rumgelaufen und so auch Laura. Das hat meine Sicht auf mich selbst und auf andere verändert. Alle Körper sind nämlich wahnsinnig schön; haben unterschiedliche Formen und erzählen so viele Geschichten. Bei uns allen ist so viel Scham, die dort noch einmal mehr durch das Gefühl, frei in meinem Körper zu sein, abgefallen ist.

Das waren meine Highlights in Orten. Meine Highlights in Menschen waren definitiv besondere Personen aus meiner Zeit in Costa Rica wiederzusehen, mein Lieblingsreisepartner, Lieblingsmensch: Laura. Ich liebe dich.

Würdest Du nochmal hinreisen?

Das ist schon fest geplant. 2020 bin ich zurück, werde dort ein Retreat für euch – mit euch veranstalten, und auch wieder beim Envision Festival dabei sein.

Kannst Du ein Highlight mit den Unterkünften, Fav Spots, Restaurants erstellen?

Das gibt es bereits! Auf meinem Instagramunter „Costa Rica“ und „Costa Rica 2„. Einfach mal nach rechts scrollen. Die Stories zaubern euch bestimmt (hoffentlich) ein Lächeln aufs Gesicht. ♥️

Wie sind denn die Busse und Straßen?

Nicht vergleichbar mit Deutschland. Die Straßen sind schlecht, daher die Fahrten mal holprig, die Busse mal kleiner und sehr Basic, aber alles im grünen Bereich.

Würdest du Costa Rica empfehlen, wenn man das erste Mal als Frau allein reist?

Costa Rica zählt zu einem der sichersten Länder Mittelamerikas und so habe ich es auch erlebt. Natürlich fällt man dort als deutsche Frau auf, aber das auch eher nur im Central Valley und in lokalen Bussen, nicht in Shuttles, an den Stränden und in den Regenwäldern mit anderen Touristen. Auch abends ist man sicher. Grundsätzlich muss man jedoch als Alleinreisende in unserer Gesellschaft leider immer Acht geben.

Kommt man auch ohne Spanisch zurecht?

Ja, als Reisende(r) an den Touristen-Spots definitiv. Im Central Valley, sprich Alajuela (wo ihr landet), San José, Heredia und Cartago noch besser mit Spanisch. Ich habe 2012-13 in Heredia, 2015 in San José gewohnt und auch dieses Jahr auf unserer Reise wieder die Erfahrung gemacht, dass Spanisch zwar riesige Vorteile bringt (habe immer verhandelt und konnte alles für uns abklären), aber nicht von Nöten ist, um zu reisen, das im Tourismusbereich alle Englisch sprechen.

Gibt es eine SIM Karte, die du empfehlen kannst?

MOVISTAR. Die bekommt man in jeder Mall, von denen es viele im Central Valley gibt, aber auch in kleineren Geschäften. Ich empfehle die Mall in Nähe des Flughafens (5 Minuten mit dem Auto/Uber entfernt). Dort lässt sich auch für einen besseren Kurs Geld wechseln (von Euros in Colones)!

frei.

Ich hoffe, dass Du einen kleinen (großen) Einblick in meine Reise durch Costa Rica – meine zweite Heimat – und auch Deine zukünftige Reise gewinnen konntest, und vielleicht sehen wir uns schon 2020 im Februar auf unserem Retreat. Das wird so viel transformieren.
Schreib mir gern in die Kommentare, ob du schon mal in Costa Rica warst oder noch offene Fragen hast, und ich beantworte sie hier!
Liebe.

Folge:

5 Kommentare

  1. Mai 7, 2019 / 8:33 pm

    Da möchte man einfach direkt ein Ticket nach Costa Rica buchen! So Wahnsinn, wie ein Ort oder diese Erlebnisse einen verändern können!

  2. @positivityna
    Mai 7, 2019 / 10:13 pm

    Ich würde ja mehr kommentieren aber ich habe iiirgendwie nur ein Wort im Kopf, ehrlich : Liebe <3 Will dich umarmen. Der Blogeintrag ist toll, man hat beim Lesen ein Stück das Gefühl, du hast uns mitgenommen.

    Speaking words of wisdom, let it be
    XXX
    Tina

  3. Sonia
    Mai 8, 2019 / 2:49 pm

    Ich habe nur ein Wort dafür: LIEBE
    Wann genau im Februar findet der Retreat statt? Wann kannst du uns ein Datum nennen? ♥️

    • Alexa
      Autor
      Mai 14, 2019 / 2:44 pm

      Alle Infos inkl. Datum kommen Ende nächster Woche! 😍

  4. allouruniverse
    Mai 10, 2019 / 8:38 am

    Toller Reisebericht und soooo schöne Bilder! ♥♥♥ Nun werde ich anfangen auch so eine Reise zu manifestieren! 😉

    Könntest du vielleicht auch mal die Kosten erwähnen? Zumindest ganz grob zur Orientierung? Das wäre wirklich noch eine tolle Ergänzung! 🙂

    Viele liebe Grüße!

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